VLOTTE II – Vorarlberger werden elektrisch mobil
Die Bilanz nach einem Jahr VLOTTE kann sich wahrlich sehen lassen. 75 Elektrofahrzeuge sind auf der Straße, 32 Stromstellen wurden errichtet. Insgesamt legte die VLOTTE beeindruckende 150.000 km zurück. Ein noch besseres Ergebnis verhinderte nur die Tatsache, dass nicht genügend Elektrofahrzeuge auf dem Markt erhältlich sind. „Über 200 Interessenten befinden sich bereits auf unserer Warteliste“, berichtet illwerke vkw Vorstandsdirektor Dr. Christof Germann von der großen Nachfrage. Auch der österreichische Klima- und Energiefonds, der die Modellregion Vorarlberg mit 4,7 Millionen unterstützt, zeigt sich beeindruckt von der VLOTTE-Bilanz: „Der Start ist außerordentlich gut gelungen. Neue Herausforderungen wurden umgehend angenommen und einer Lösung zugeführt. Die Hebelwirkung der Modellregion Vorarlberg ist enorm. Denn VLOTTE hat Einfluss auf das E-Mobilitätsverhalten in ganz Österreich“, so Geschäftsführerin Dr. Eveline Steinberger-Kern.
Auftakt zu VLOTTE II
Die Erfolge des Projekts in Vorarlberg und das nationale und internationale Medienecho haben den Klima- und Energiefonds dazu veranlasst, auch den nächsten Schritt des Projekts mit 551.000 Euro zu fördern. Unter dem Titel VLOTTE II soll Elektromobilität nun für alle Menschen in Vorarlberg greifbar werden. Zentrales Element des neuen Projekts ist die Errichtung so genannter Mobilitäts-Hubs. An diesen Verleihzentren für Elektromobilität sollen zukünftig kostengünstig Elektroautos, Elektroroller und Elektrofahrräder ausgeliehen werden können. Ein erster Standort für einen solchen Mobilitäts-Hub ist bereits definiert: Die Gemeinde Lech am Arlberg.
Im Zuge von VLOTTE II soll die Anzahl der E-Autos auf 250 ausgebaut und um einspurige Fahrzeuge erweitert werden. Auch Angebote im Bereich des Carsharing sollen geschaffen werden. Einen weiteren Schritt in die Zukunft setzt VLOTTE II mit der Einbindung von E-Fahrzeugen in das Vorarlberger Tourismusangebot. Die bestehende Stromstelleninfrastruktur wird kontinuierlich ausgebaut. „Unser Ziel ist es, den Menschen die Elektromobilität näher zu bringen. Mittelfristig soll jeder dritte Vorarlberger mit der Elektromobilität in Berührung kommen“, so Dr. Germann. „Elektromobilität weckt Begeisterung – dies konnten wir bei über 1.000 durchgeführten Testfahrten immer wieder feststellen.“
Erneuerbare Energiequellen
In Vorarlberg sind derzeit rund 250.000 Fahrzeuge zugelassen. „Die benötigte Energiemenge für eine Komplettumstellung auf Elektromobilität beläuft sich auf etwa 500 Gigawattstunden. Diese Menge kann durch den konsequenten Ausbau der Wasserkraft im Land gedeckt werden“, so illwerke vkw Vorstandsvorsitzender Dr. Ludwig Summer.
Schon jetzt wird die gesamte Energiemenge, die für das Projekt VLOTTE benötigt wird, über zusätzliche erneuerbare Energiequellen aufgebracht. Dazu wurde auf dem Gelände von illwerke vkw eigens eine Fotovoltaikanlage mit einer Größe von 460m² errichtet. Zwei weitere Anlagen befinden sich in der Planung.
