VLOTTE II - Weitere Fördermittel für Modellregion Vorarlberg
Im Dezember 2008 kürte der österreichische Klima- und Energiefonds das Vorarlberger Projekt VLOTTE zum Gewinner einer Bundesförderung zur Einführung der Elektromobilität. Mit Ende Dezember 2009 zählt die Vorarlberger VLOTTE 75 Fahrzeuge und gehört damit zu den größten Modellregionen Europas. Mit den Plänen für einen weiteren Ausbau des Projekts konnte Vorarlberg nun erneut überzeugen und erhält eine weitere Förderung des Klima- und Energiefonds.
"Vorarlberg genießt inzwischen auch im Bereich der sanften Mobilität den Ruf einer innovativen Vorzeigeregion", freut sich Umwelt- und Energielandesrat Ing. Erich Schwärzler. Für ihn ist das Projekt "VLOTTE" ein weiterer bedeutender Impuls im Rahmen der Initiative "Energiezukunft Vorarlberg", mit der Vorarlberg langfristig energieautonom gemacht werden soll. "Energieautonomie, abgestützt auf die vorhandenen Ressourcen Wasserkraft, Biomasse, Biogas, Sonnenenergie und Umgebungswärme, ist ein wichtiger Beitrag zum aktiven Klimaschutz und gleichzeitig eine große Zukunftschance für unser Land. Ich danke illwerke vkw und den Partnern auf der Bundes- und Landesebene für das große, gemeinsame Engagement und hoffe, dass das Projekt 'VLOTTE' uns im Ergebnis neue Wege in der Mobilität aufzeigt", erklärt Schwärzler.
„Vorarlberg ist Trendsetter für E-Mobilität in Österreich und in den umliegenden Nachbarstaaten. 2008 hat Vorarlberg mit seiner Projekteinreichung VLOTTE Mobilität und Energieversorgung in Österreich nicht nur revolutioniert, sondern gleichzeitig in eine neue Dimension gehoben“, so die Geschäftsführerin des österreichischen Klima- und Energiefonds, Dr. Eveline Steinberger-Kern.
„Der Start ist außerordentlich gut gelungen. Neue Herausforderungen wurden umgehend angenommen und einer Lösung zugeführt. Die Hebelwirkung der Modellregion Vorarlberg ist enorm. Denn VLOTTE hat Einfluss auf das E-Mobilitätsverhalten in ganz Österreich. Eine Motivstudie, die der Klima- und Energiefonds kürzlich finalisiert hat, zeigt, dass VLOTTE nicht nur eine große Akzeptanz in Vorarlberg genießt. Zudem ordnen die Befragten diesem Vorzeigeprojekt das Potenzial zu, E-Mobilität flächendeckend in den Markt zu helfen. Damit ist unterstrichen, dass die Förderentscheidung der diesjährigen Ausschreibung für Vlotte II bestens adressiert ist“, so Dr. Steinberger-Kern.
Auftakt von VLOTTE II
2010 startet das Projekt VLOTTE in eine neue Phase. „VLOTTE II wird den niederschwelligen Zugang zur Elektromobilität gewährleisten“, erklärt illwerke vkw- Vorstandsdirektor Dr. Christof Germann. „Im Rahmen der nächsten Projektphase soll jeder dritte Vorarlberger mittelfristig Zugang zur Elektromobilität erhalten“, so Dr. Germann. Erreicht werden soll dies durch die Errichtung so genannter Mobilitäts-Hubs. An solchen Verleihstationen für Elektromobilität sollen zukünftig Elektroautos, Roller und Fahrräder ausgeliehen werden können. Als erste Gemeinde in Österreich wird Lech am Arlberg Standort für einen VLOTTE-Hub sein.
VLOTTE II beinhaltet zusätzlich einen Ausbau der Carsharing-Möglichkeiten für Unternehmen. Firmenfuhrparks sollen zukünftig auf die Vorteile der gemeinsamen Nutzung von Elektrofahrzeugen zurückgreifen können. Einen weiteren Schritt in die Zukunft setzt VLOTTE II mit der Implementierung von E-Fahrzeugen in das Vorarlberger Tourismusangebot. „Neben dem kontinuierlichen Ausbau der E-Fahrzeugflotte streben wir 2010 auch eine Erweiterung des Projekts auf einspurige Fahrzeuge wie Elektroroller oder Elektrofahrräder an“, erklärt Dr. Germann.
„Wir sind stolz darauf, dass die VLOTTE die Jury auch bei einer weiteren Ausschreibung überzeugen konnte und bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen“, so Dr. Germann.
