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Wohnbau mit Weitblick – Wie eine neue Wohnanlage e-mobility ready wurde

Marcel Bitschnau arbeitet seit über 20 Jahren bei der illwerke vkw und beschäftigt sich aktiv mit dem Thema Nachhaltigkeit. Dadurch kam er auch mit der Elektromobilität in Kontakt. Bei seinem privaten Wohnungskauf war es ihm daher wichtig, schon jetzt an die elektromobile Zukunft zu denken. Und damit rannte er bei seinem Bauträger offene Türen ein. Wie das gelang? Marcel Bitschnau im Interview:

Zum Projekt

Neubau Mehrfamilienhaus Johann Wiederin Weg in Schruns

Bauträger: Primus Immobilien Gmbh

Parksituation: Tiefgarage mit privaten Stellplätzen

Fertigstellung erfolgte im Winter 2018/2019

Wie erfolgte dein Zugang zur e-mobility ready Lösung von vlotte?

Marcel Bitschnau: Im Zuge meiner Tätigkeit bei der illwerke vkw als E-CAD Applicationsbetreuer bin ich auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur im Wohnungsbau aufmerksam geworden. Ich kann mich noch genau erinnern, dass ich bei den Kollegen der Schutz und Leittechnikabteilung in Bregenz war und wir ein Darstellungsproblem für die Konstruktionsvorlagen der Stromtankstellen bearbeitet haben. Damals waren meine kleine Familie und ich an einer Neubauwohnung in Schruns interessiert.

Was hast du danach gemacht? Welche Schritte sind erfolgt?

Schon bei den ersten Gesprächen mit unserem Bauträger „Primus Immobilien" war mir wichtig, dass im Zuge vom Neubau eine Ladeinfrastruktur für alle Tiefgaragenplätze vorgesehen werden muss. Ich machte dem Geschäftsführer von Primus Immobilien das Angebot, alle nötigen Kontakte auszuforschen und einen gemeinsamen Termin zu vereinbaren, um die Details zu besprechen. In meinem Fall galt es mit folgenden Unternehmen Kontakt aufzunehmen: vkw vlotte (Ladeinfrastruktur), mbs Energie (Energienetze), Primus Immobilien Gmbh (Bauträger), Tomaselli Gabriel Bau (Generalunternehmer) und Elektro Neyer Bludenz (Elektroinstallateur).

Wie haben die betreffenden Personen darauf reagiert?

Grundsätzlich war der Bauträger von meinem Engagement als Wohnungskäufer sehr erfreut. Die Idee, als erste Wohnanlage im Montafon komplett e-mobility ready zu sein und dadurch einen innovativen Eindruck zu hinterlassen, gefiel ihm sehr. Es stellte sich nur die Frage der Kosten und Machbarkeit aufgrund von Erdarbeiten auf dem Nachbargrundstück.

Hast du „Überzeugungsarbeit“ leisten müssen?

Meine Argumente gegenüber dem Wohnbauträger waren:

  • Erste Wohnanlage im Montafon, welche e-mobility ready ist
  • Bessere Chancen für den Verkauf der Wohnungen
  • Innovation
Ganz allgemein: wie stehst du dem Thema „E-Mobilität“ gegenüber?

Ich interessiere mich schon lange für die E-Mobilität und bin ein großer Befürworter. Seit 20 Jahren bin ich im Geschäftsfeld Wasserkraft bei illwerke vkw beschäftigt. Es war für mich immer wichtig, auch einen nachhaltigen Beitrag in Bezug auf Umweltschutz zu leisten. Ich habe das Glück, dass ich an jedem Arbeitstag genau das mache! Was macht mehr Sinn, als die Kombination von Stromerzeugung mittels emissionsfreier Wasserkraft und dem Betrieb von emissionsfreien Elektrofahrzeugen?

Wieso war es dir wichtig, dem nachzugehen und das Thema an den Bauträger weiterzugeben?

Bei einem Vortrag von der vkw vlotte habe ich erfahren, dass es sich gerade beim Neubau lohnt, an das Thema E-Mobilität zu denken. Bei einem Neubau ist es viel einfacher, die notwendigen Vorkehrungen für Ladeinfrastruktur miteinzuplanen und umzusetzen (Leerverrohrungen, Legen von Kabeltrassen, etc.). Im Nachgang, wenn die Wohnanlage einmal steht, ist es viel umständlicher und evtl. auch teurer. Zudem ist eine Baustelle vor der Haustüre immer eine nervige Angelegenheit. Von daher war es mir wichtig, noch vor Einzug zu wissen, dass es kein großes Problem darstellen würde, wenn ich mir dann ein E-Auto anschaffen und es zu Hause laden möchte.

Hat es dadurch mehr Zeit gebraucht, die Wohnanlage fertigzustellen und gab es Mehrkosten?

Durch die frühzeitige Planung konnten die Erdarbeiten inkl. Leerverrohungen direkt eingebunden werden und die zusätzliche Kosten gering gehalten werden.

Gab es Schwierigkeiten?

Da ich die Energie aufgebracht habe, während der Bauphase alle zuständigen Personen an einen Tisch zu holen und immer wieder Impulse gesetzt habe, gab es keine großen Schwierigkeiten. Es war aber wichtig, dass sich jemand dem Thema annimmt und hartnäckig bleibt.

 

Marcel Bitschnau: „Bisher haben wir noch kein Elektroauto, aber mir war es wichtig, dass bei unserer neuen Wohnung im Vornherein daran gedacht wird - damit es dann kein großer Aufwand mehr ist, wenn wir uns ein Elektroauto anschaffen und es zu Hause laden möchten."