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Über die Evolution einer E-Mobilitätsregion

Mit seiner flächendeckenden Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge gehört Vorarlberg zu den Spitzenreitern in Europa. Im Durchschnitt teilen sich vier Autos eine Ladesäule – und es werden immer mehr.

Um die Evolution der Elektromobilität hierzulande verstehen zu können, reisen wir kurz in die Vergangenheit. Bereits in den 90er Jahren strebte der Vorarlberger Energiedienstleister illwerke vkw nach einer raschen Entwicklung der Elektromobilität. Mehrere Initiativen im Unternehmen hatten zum Ziel, der effizienten Fortbewegung von Fahrzeugen mittels Elektromotor auf die Sprünge zu helfen. Auch wenn bereits zu diesem Zeitpunkt sogar 11 öffentliche Ladestationen errichtet wurden, blieb es in einem ersten Schritt bei punktuellen Maßnahmen.

Am Ende des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends, konkret Ende 2009, kam wieder Schwung in die Entwicklung. Einige wenige Hersteller und viele mehr oder weniger lokale Initiativen erkannten das Potenzial der Technologie und investierten vermehrt in Anstrengungen, das Thema E-Mobilität zu forcieren. Dazu gehörte einmal mehr die illwerke vkw, die mit ihrem vlotte-Projekt und einer staatlich geförderten Modellregion Vorarlberg rasch zu einem Vorreiter in Europa wuchs. Auch wenn seriengefertigte Elektroautos noch Mangelware waren, errichtete der Energieversorger eine flächendeckende Infrastruktur. Dazu musste so manche Hürde überwunden werden. Bis zu 9.000 Seiten Papierkram für die Zulassung von E-Autos in Österreich, die Planung und Konstruktion eigener Ladesäulen und neue, innovative Fördermodelle für Gemeinden, Unternehmen und Privatleute machten vlotte zur größten Modellregion in Europa. Die Ladeinfrastruktur wurde vorausschauend weiterentwickelt.

Heute gibt es einheitliche Ladestecker, eine breite Modellpalette an leistungsfähigen E-Fahrzeugen und eine überwältigende Anzahl an Menschen, die gemeinsam mit vlotte an eine glorreiche e-mobile Zukunft glauben. Vorarlberg ist mit der dichtesten Ladeinfrastruktur Österreichs bestens gerüstet, denn es gibt bereits über 500 Typ2-Ladepunkte und 37 Schnellladestationen. In diesem Aufbruch ist man aber schon lange nicht mehr alleine, sondern mittlerweile Teil eines gigantischen Netzwerks, das das Reisen mit einem Elektroauto heute so niederschwellig möglich macht, wie mit anderen Verkehrsmitteln.