E-Mobilität

Allgemeines zur Ladetechnik

Grundsätzlich können E-Fahrzeuge sowohl an AC (Wechselstrom) Ladestationen als auch an DC (Gleichstrom) Schnellladestationen aufgeladen werden. Da der Akku in einem E-Auto nur mit Gleichstrom geladen werden kann und das Stromnetz grundsätzlich Wechselstrom abgibt, erfolgt im Fahrzeug beim AC-Laden eine Umwandlung in Gleichstrom.

Je nachdem ob AC- oder DC-Ladestationen genutzt werden, unterscheiden sich auch die Stecker.

 

AC-Laden (Wechselstrom)

Das AC-Laden ist weitaus gebräuchlicher als das DC-Laden und jedes Elektroauto ist dafür geeignet, mit Wechselstrom geladen zu werden. Das On-Board-Ladegerät des Fahrzeugs wandelt hierfür den Wechselstrom in Gleichstrom um. Beim AC-Laden sind im Allgemeinen Ladeleistungen bis zu 22 kW möglich (teilweise auch 43 kW). Je nach verbautem Ladegerät im Fahrzeug kann die AC-Ladeleistung variieren. Ein VW e-up! lädt beispielsweise nur mit 3,7 kW, wohingegen ein aktueller Renault ZOE mit bis zu 43 kW lädt und damit deutlich schneller wieder aufgeladen ist.  Wechselstromladung ist ideal für daheim, im Büro und überall wo das Auto länger steht. Im Wechselstrombereich sind Typ 1 und Typ 2 Stecker verbreitet, wobei der 7-polige Typ 2 Stecker langfristig zum EU Standard wird. In Europa haben die meisten Ladesäulen einen Typ 2 Anschluss. Mit einem entsprechenden Kabel lassen sich auch Autos mit Typ 1 Anschluss dort aufladen.

Typ 1 Typ 2 Ladestecker

DC-Laden

Wer auf längeren Strecken unterwegs ist oder viele Kilometer am Tag fährt, möchte sein Auto möglichst schnell wieder aufladen. Die meisten E-Autos können DC (Gleichstrom) Schnellladestationen zum Aufladen nutzen. Der Strom wird hierbei direkt in die Batterie geladen. Diese DC-Ladestationen ermöglichen höhere Ladeleistungen. Damit können Sie die Akkus in 30 bis 60 Minuten wieder auf 80 Prozent aufladen. Beim Nissan LEAF beispielsweise bis zu 50 kW und bei Tesla derzeit bis zu 120 kW. Allerdings sind DC-Ladestationen deutlich teurer als AC-Ladestationen und werden daher hauptsächlich im öffentlichen Bereich eingesetzt, meist entlang von Hauptverkehrsstraßen (anstatt zu Hause oder an Unternehmensstandorten). Aufgrund der höheren Kosten (für Produktion, Installation und Betrieb) ergeben sich hier meist auch höhere Aufladungstarife.

Im Gleichstrombereich gibt es die beiden Steckertypen CCS und CHAdeMo, CCS entwickelt sich zum europäischen Standard.

CCS Chademo Ladestecker

Welche weiteren Faktoren beeinflussen die Ladeleistung?

Neben Elektroauto und Ladestation gibt es weitere Einflussfaktoren für die maximale Ladeleistung. Das Batteriemanagementsystem überwacht stets die Temperatur der Batterie. Ist diese nicht optimal, also zu niedrig oder zu hoch, wird die Ladeleistung zur Schonung der Zellen reduziert. Dies spielt im Winter eine große Rolle.

Ein weiterer Einflussfaktor ist der Ladestand der Batterie (SoC – State of Charge). Je voller die Batterie ist, desto langsamer lädt sie sich auf. Als Orientierung dient die 80-%-Regel: Bis dahin lädt das Elektroauto mit hoher Ladeleistung und reduziert sie anschließend sukzessiv.